Warum mache ich Sport? Meine persönlichen Top-3 Gründe

Es gibt unzählige Gründe, die Menschen dazu bewegen Sport zu treiben. Eine kurze Umfrage im Freundeskreis und Bekanntenkreis führte mich zu diesen Antworten.

  • “Endlich einen Sixpack vorzeigen können, darauf trainiere ich hin.”
  • “Die Klamotten sitzen mittlerweile zu eng. Ich will wieder unbeschwert in mein Lieblingskleid passen.”
  • “Mir geht es rein um körperliche Fitness. Ich will in der Lage sein ohne Probleme Lasten im Alltag zu bewältigen.”

Aus meiner Sicht sind das alles legitime Beweggründe für den Gang ins Fitness-Studio oder für die Jogging-Einheit im Park. Doch es gibt auch eine Vielzahl gesundheitlicher Aspekte die im Grunde jeder von uns beherzigen sollte. Und für mich persönlich sind es diese 3 konkreten Punkte die mich stetig antreiben Sport zu machen.

1. Stress-Reduktion

Ganz klar auf Platz 1 auf der Liste der Gründe steht für mich die Heilkraft des Trainings beim Stressabbau. Auch wenn ich eine Vielzahl von Methoden nutze um geistige Entspannung zu erzielen, so ist Sport ganz klar meine erste Wahl.
Für mich ist es bisweilen eine reine subjektive Feststellung, doch dieses Zufriedenheitsgefühl und der ‘freie Kopf’ stellt sich auch nach mehr als 12 Jahren sportlicher Ertüchtigung immer noch regelmäßig ein. Und auch wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre haben eine rein neurobiologische Erklärung für diesen Abbau-Effekt entwickeln können.

  • In unserem Präfrontaler Kortex (Hirnvorderlappen) werden Stressreize aufgenommen und verarbeitet. Tritt nun aufgrund einer beruflichen oder persönlichen Überforderung eine Reizüberflutung auftritt, dann fühlen wir uns schlichtweg gehetzt und gestresst.
  • Sport hingegen ‘lenkt’ diesen Vorderlappen quasi ab und löst eine starke Aktivität des sogenannten Motorkortex (Bewegungssteuerung) heraus. Für die Verarbeitung von Stressreizen bleiben schlichtweg nicht genügend Ressourcen im Gehirn übrig und die Überforderung verschwindet. (Weitere Infos: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/koerperliche-bewegung-warum-sport-so-gesund-ist-a-818987-5.html)

Parallel sollte man natürlich auch am Abbau der Stressfaktoren arbeiten, ob beruflich oder privat. Denn auch sportliche Belastung bedeutet eine Stress-Situation für den menschlichen Körper. Bei Personen mit einem nicht zu bewältigenden Stresspotential, raten Mediziner sogar auf Sport zunächst zu verzichten um einen körperlichen und psychischen Zusammenbruch zu vermeiden.

Ebenfalls wissenschaftlich belegt ist die Anregung der Testosteron-Produktion im menschlichen Körper aufgrund von sportlicher Belastung. Ein höherer Testosteron-Spiegel ‘erhellt das Gemüt’ und Menschen verzeichnen eine positive Lebenseinstellung. Im Umkehrschluss kann ein abfallender oder fehlender Testosteron-Level zu Depression führen.

2. Stärkung der Abwehrkräfte

Die Anzahl der viralen Infekte der letzten 24 Monate kann ich an genau 2 Fingern abzählen. Ich habe es geschafft meinen Körper so fit zu machen, dass die allgemeinen Grippe-Viren mir nur äußerst selten etwas anhaben können. Neben einer vitaminreichen und ausgewogenen Ernährung spielt Sport eine große Rolle beim Stärken der Abwehrkräfte.
Und diese Verbesserung des Immun-Systems wird von Medizinern wie folgt begründet:

  • Zum einen hilft der oben beschriebene Stress-Abbau unserem Körper mehr Kapazitäten im Kampf gegen Viren und Erreger bereitzustellen. Wenn wir uns weniger um die alltägliche Überforderung kümmern müssen, bleibt uns mehr Schlagkraft gegen fiese Bazillen.
  • Hinzukommt, dass durch regelmäßige Bewegung auf der einen Seite die Produktion der sogenannten Killerzellen, als auch die Produktion und Aktivität besonderer Antikörper angeregt werden.
  •  Sowohl Antikörper (auch Immunglobuline genannt) als auch die Killerzellen sorgen dafür, dass Krankheits-Erreger entweder direkt beim Eintritt ausgelöscht werden, bzw. sie helfen dabei bereits befallene Zellen zu zerstören und deren Vermehrung zu verhindern. Weitere Infos

Nicht nur dass unser Blut die entsprechenden Abwehrmechanismen bereitstellen kann, natürlich fördert Sport im Allgemeinen auch den entsprechenden Bluttransport. Und ein funktionierender Kreislauf sorgt dafür, dass diese Mechanismen auch da im Körper greifen können, wo Eindringlinge Ihr Unwesen treiben.

3. Mobilität steigern

Der menschliche Körper ist evolutionsbedingt nicht gerade ideal auf die heutigen Sitzberufe vorbereitet worden. Die Belastungen auf unsere Lendenwirbelsäule bei einem durchschnittlichen 8h Tag sind enorm. Hinzukommt, dass wir im Allgemeinen nicht ergonomisch Sitzen und Fehlstellungen produzieren.

Auch die Armhaltung und das Tastatur-Arbeiten führen bei vielen Menschen zu Mangelerscheinungen. Muskeln und Sehnen im Brust-und Schulterbereich werden überlastet oder schlicht vernachlässigt. Bindegewebe und Bänder können sich verhärten und der ganze Körper wirkt verspannt.

Sport, Bewegung und auch ein entsprechendes Mobility-Workout sorgen dafür, dass auch diese unterforderten Körper-Regionen belastet werden. Fehlhaltungen können verringert, sogar umgekehrt werden.

Leute die mich kennen, wissen das ich teilweise mit missionarischem Eifer versuche Leute von den positiven Aspekten des Krafttrainings zu überzeugen. Und auch wenn ich es nur jedem empfehlen kann auch mal das ‘Stahl zu verbiegen’ und die Hanteln zu stemmen, so gibt es zahlreiche Alternativen unsere Muskeln, Bänder und Knochen gesund zu belasten. Nicht ohne Grund sind Yoga, Pilates oder Training mit dem eigenen Körpergewicht (#Freeletics) in aller Munde derzeit.

Gepaart mit einer regelmäßigen moderaten Anregung des Herzkreislauf-Systems mittels Cardio-Sports, kann unser Körper die Leistungen erbringen, zu denen er eigentlich in der Lage ist.
Der hübsche Nebeneffekt –> Man fühlt sich nicht nur gesund, man wird und bleibt es tatsächlich.

Wer noch ein paar Ideen und Ratschläge für den Wiedereinstieg zum Sport benötigt, kann mich gerne jederzeit darauf ansprechen.

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